Auf der Pressereise in Churfranken verschlagen. Direkt neben den Hotel Landgasthof Adler befindet sich das Weingut Hench in Bürgstadt. Dort wird Biowein nach biodynamischer Methode fabriziert, es ist eine Philosphie – Demeter zertifiziert.
Einklang mit der Natur: Schafe statt Maschinen
Ein Kernaspekt der Biodynamie, den ich bei Hench hautnah erleben durfte, ist der geschlossene Kreislauf. Das System funktioniert nur, wenn Tiere aktiv mit eingeschlossen werden. So werden die Weinberge im Winter durch Schafe geweidet. Sie übernehmen das „Mähen“, düngen den Boden auf natürliche Weise und fördern so ein gesundes Mikroklima, ohne dass schwere Maschinen den Boden verdichten. Es ist ein lebendiger Beweis dafür, dass Landwirtschaft ohne Chemie nicht nur möglich, sondern bereichernd ist.
Von Hildegard von Bingen zu Rudolf Steiner
Die Arbeit im Weinberg folgt hier keinem starren industriellen Protokoll. Vielmehr versucht man, alles im Einklang mit der Natur zu bewältigen. Dabei spielt das Wissen von Visionären wie Hildegard von Bingen und Rudolf Steiner eine zentrale Rolle. Die Bewirtschaftung richtet sich nach den Mondphasen und setzt auf natürliche Mittel statt auf Synthetik.
Es ist spürbar, dass in letzter Zeit ein großes Umdenken stattgefunden hat. Qualität und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand: Langfristig funktioniert Weinbau nur im Einklang mit der Natur. Vor allem aber ist es ein wunderbares Beispiel dafür, wie viel Freude die Arbeit in und mit der Natur bereiten kann. Wer wie ich den Rotweinweg gewandert ist und den Ausblick auf das Maintal genossen hat, versteht die Leidenschaft hinter diesem Projekt sofort.
Kreislaufwirtschaft und Recycling
Nachhaltigkeit hört für mich nicht an der Grundstücksgrenze auf. Ich habe mit dem Winzer auch ausführlich über das Thema Recycling gesprochen. Wer sich für diesen Aspekt interessiert. Mein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft:
Ein kleiner Tipp für die Vermarktung
Auf den Etiketten des Weinguts findet sich bereits ein QR-Code. Mein Vorschlag an den Winzer: Wenn man diesen noch etwas größer gestaltet und direkt mit der Website verlinkt, könnte man zu jedem Wein einen passenden Beitrag mit Hintergrundinfos zur Herstellung und zur jeweiligen Lage anbieten. Das würde die Transparenz und die Bindung zum Kunden noch weiter stärken.
Eine Einladung in die Schweiz
Ich bin von der Arbeitsweise so überzeugt, dass ich eine herzliche Einladung aussprechen möchte: Ich denke, der Winzer könnte einen tollen Vortrag im Weinbaumuseum Tegerfelden halten. Die Anreise aus dem Frankenland lässt sich zudem ganz ökologisch mit dem Zug über Lauda, Stuttgart und Waldshut gestalten. Ich werde das Weinbaumuseum diesbezüglich gerne anfragen und den Kontakt herstellen.



















































